Kantonsspital St.Gallen
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Studie zu den genetischen Risikofaktoren für Covid-19

An einer globalen Initiative, die kürzlich im Wissenschaftsmagazin Nature publiziert wurde, nahm auch das Kantonsspital St.Gallen im Rahmen der von der Forschungskommission geförderten CRiPSI Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Albrich in Kollaboration mit Dr. Gian-Reto Kleger und Prof. Dr. Miodrag Filipovic teil. Ziel der Studie war es, genetische Risikofaktoren für Covid-19 und einen schweren Verlauf zu identifizieren und damit wichtige Informationen für die Pathogenese zu klären.
Es handelt sich bisher um die grösste Studie zu genetischen Risikofaktoren für Covid-19. Mit 50'000 Covid-19 Patientinnen und -Patienten und zwei Millionen Kontrollen aus 61 Studien und 25 Ländern ist sie auch eine der grössten jemals durchgeführten Genom-weiten Assoziationsstudien. Insgesamt konnten 13 Genloci mit einer Covid-19 Infektion oder einem schweren Covid-19 Verlauf assoziiert werden. Interessanterweise sind einige dieser Genpolymorphismen auch Risikofaktoren für Autoimmunerkrankungen, Entzündungserkrankungen und Lungenfibrose und unterstreichen auch einen kausalen Zusammenhang zwischen Rauchen und Adipositas mit schwerem Covid-19 Verlauf. Weitere Analysen zum Langzeitverlauf sind geplant.

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