Kantonsspital St.Gallen
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ETOP 2-11 (BELIEF) An open-label phase II trial of erlotinib and bevacizumab in pa-tients with advanced non-small cell lung cancer and activating EGFR mutations

Martin Früh & Markus Joerger

abstract Zwar profitieren die meisten Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs und aktivierender EGFR Mutation deutlich von einer Monotherapie mit einem EGFR-Inhibitor, leider ist der Therapieeffekt aber von beschränkter Dauer (Median: 9-12 Monate), weil die Krebserkrankung mit der Zeit auf die Behandlung resistent wird. Die vorliegende BELIEF Studie untersucht den Effekt einer Kombinationstherapie bestehend aus Erlotinib und Bevacizumab mit dem Ziel, diese Resistenzentwicklung zu verzögern. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs wurden beide Medikamente bereits einzeln sowie in Kombination geprüft und gelten als gut verträglich. Das Risiko für Patienten in der BELIRF Studie kann deshalb als gering beurteilt werden. Bei Vorliegen einer EGFR-Inhibitor Mutation im Tumor erhofft man sich von dieser Kombination eine bessere Wirkung als mit einer EGFR-Inhibitor Monotherapie. Im Tierversuch konnte dies bereits demonstriert werden. Alle Patienten erhalten neben der Standarttherapie Erlotinib (EGFR-Inhibitor) zusätzlich das Medikament Bevacizumab (Angiogenese-Inhibitor). Der zu erwartende Nutzen für Patienten in der BELIEF Studie kann deshalb als sehr gut eingestuft werden. Die BELIEF Studie ist relativ gross und statistisch auf einen klinischen Endpunkt ausgelegt. Für zukünftige Patienten erhofft man sich aus der BELIEF Studie eine konklusive Aussage über den Wert der Kombinationstherapie und über die molekularen Mechanismen der Resistenzentwicklung, weil diese Studie verschiedene translationelle Forschungs-Subprojekte enthält. Patienten die nicht an der BELIEF Studie teilnehmen wollen, erhalten in der Schweiz ausserhalb der Studie eine adäquate Monotherapie mit Erlotinib.
   
type of project clinical studies
status ongoing - follow up
start of project 2012
study design Phase II
responsible person Dr. med. Martin Früh