Kantonsspital St.Gallen
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Cytochrom p450 3A4 and 1A2 phenotyping for the individualization of treatment with sunitinib or erlotinib in cancer patients

Markus Joerger, Christian Rothermundt & Martin Früh

abstract Die Tyrosinkinaseinhibitoren Sunitinib und Erlotinib werden immer häufiger eingesetzt bei PatientInnen mit verschiedenen bösartigen Tumoren (u.a. von Lunge, Niere oder Bauchspeicheldrüse). Ein ungelöstes Problem ist die grosse Variabilität der individuellen Reaktion der KrebspatientInnen auf diese Medikamente. Ursache dafür ist die individuelle Aktivität der Cytochrom P450 Enzyme (CYP) 3A4 und 1A2, welche beide Medikamente (CYP3A4) respektive Erlotinib (CYP1A2) verstoffwechseln. Wir wissen also, dass eine Einheitsdosis von 50 mg Sunitinib respektive 150 mg Erlotinib täglich für die meisten PatientInnen nicht adäquat ist, und dadurch viele PatientInnen unnötige Nebenwirkungen oder Therapieversagen erleiden. Die vorgestellte Studie hat zum Ziel, einen einfachen Test zu entwickeln, welcher eine Therapie-Individualisierung mit diesen Tyrosinkinaseinhibitoren erlaubt, indem sogenannte "probe drugs" (Coffein, Midazolam) in kleinster Dosierung gegeben werden, um die körpereigene Aktivität von CYP3A4 und 1A2 festzustellen, und damit die PatientInnen-eigene Stoffwechsellage bei der Medikamentenabgabe zu berücksichtigen. Damit sollen schwere Nebenwirkungen und Therapieversagen vermindert, und indirekte Behandlungskosten reduziert werden.
   
project partner Frau Prof. Dr. med. Silke Gillessen
Herr Dr. med. Christian Rothermundt
Herr Dr. med. Martin Früh
Herr Dr. med. Marco Siano
type of project clinical studies
status automatically closed
start of project 2012
end of project 2015
study design Die Studie ist konzipiert, um eine statistisch signifikante Korrelation aufzuzeigen zwischen der CYP-Enzymaktivität ("Phänotyp") (erfasst mittels Bestimmung der metabolischen Eliminationskapazität von Midazolam respektive Koffein) und den steady-state Plasmaspiegeln von Sunitinib respektive Erlotinib. Mit dem Einschluss von 60 PatientInnen hat die Studie eine Power von 90%, um eine statistisch signifikante Korrelation zu erfassen, mit einem Regressionskoeffizienten von ≥0.4 (H1-Hypothese, voraussetzend einen Korrelationskoeffizienten von ≤0.1 für die H0-Hypothese) (2-seitiger Typ-I Fehler von 5%).
responsible person Herr PD Dr. med. et phil. Markus Jörger