Kantonsspital St.Gallen
login

Swiss Cyptam-2 - Clinical activity of tamoxifen in postmenopausal patients with locally advanced or metastatic ER-positive breast cancer by endoxifen concentrations and pharmacogenetics

Markus Joerger & Beat Thürlimann

abstract Die endokrine Behandlung gehört sowohl beim frühen wie auch dem fortgeschrittenen Brustkrebs zu den therapeutischen Grundpfeilern. Dabei stellt die Resistenzentwicklung gegenüber Tamoxifen ein grosses Problem dar. Die Aktivierung von Tamoxifen zum aktiven Metaboliten Endoxifen ist stark abhängig von hepatischen Enzymen der Cytochrom-p450 Gruppe, insbesondere CYP2D6 und CYP2C19. Retrospektive Studien haben deshalb den Zusammenhang zwischen Mutationen im Bereiche dieser Gene und der Wirksamkeit von Tamoxifen in Patientinnen mit Brustkrebs untersucht. Die Resultate dieser retrospektiven Studien sind kontrovers, insbesondere weil neben der genetischen Konstellation auch weitere Faktoren wie Arzneimittelinteraktionen die Aktivierung von Tamoxifen zu Endoxifen beeinflussen. Deswegen untersucht die CYPTAM2-Studie prospektiv den Zusammenhang zwischen den individuellen Endoxifen-Plasmaspiegeln wie auch verschiedener genetischer Merkmale und der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Behandlung mit Tamoxifen in Patientinnen mit Brustkrebs. Die Studie ist eine prospektive, nicht-randomisierte, observationelle Mehrzentrumsstudie mit dem Ziel, die Endoxifen Plasmakonzentrationen als prädiktiven Marker für das Therapieansprechen mit Tamoxifen zu validieren, und weiterhin den Einfluss verschiedener Gene auf Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tamoxifen in Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zu untersuchen.
   
project partner Herr Prof. Dr. med. Beat Thürlimann, Brustzentrum (KSSG)
Frau Bogumila Pfister, Onkologische Forschungsabteilung
type of project clinical studies
status completed
start of project 2011
end of project 2013
study design Es handelt sich um eine prospektive, nicht-randomisierte, obser-vationelle Mehrzentrumsstudie. Die PatientInnen erhalten die Standardbehandlung mit Tamoxifen 20 mg täglich per os. Die Studie wurde konzipiert, eine Verbesserung der objektiven Res-ponserate unter Tamoxifen von 5% in PatientInnen mit einem ungünstigen Endoxifen-Profil (<90nM) auf 20% in Patientinnen mit einem günstigen Endoxifenprofil (>90nM) zu detektieren. Mit einem Typ-I Fehler von 5% und einer Power von 90% ist der Einschluss von 231 Patientinnen mit messbarer Tumorerkrankung notwendig (basierend auf einem Verhältnis ziwschen günstigem und ungünstigem Endoxifenprofil von 25:75) notwendig. Der wichtigste sekundäre Endpunkt ist das progressionsfreie Uberleben nach 6 Monaten. Für diesen Endpunkt ist der Ein-schluss von 260 Patientinnen notwendig, um eine Verbesserung des 6-Monats PFS von 50% auf 70% zu zeigen (Typ-I Fehler 5%), wiederum im Vergleich der Patientinnen mit einem günsti-gen respektive ungünstigen Endoxifen-Profil.
responsible person Herr PD Dr. med. et phil. Markus Jörger