Kantonsspital St.Gallen
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TREAT CAD: Biomarkers and antithrombotic treatment in cervical artery dissection

Georg Kägi, Jochen Vehoff, Anna Mueller, Monika Kapauer & Werner Krammer

abstract

Zur Therapie von Dissektionen werden gerinnungshemmende Medikamente eingesetzt (antithrombotische Therapie), um der Entstehung von Blutgerinnseln und deren Folgen wie Gefässverschlüsse und Durchblutungsstörungen des Gehirns entgegenzuwirken. Jedoch kann eine antithrombotische Therapie, die durch den Gefässeinriss entstandene, Einblutung in die Gefässwand verstärken und über eine Beeinträchtigung des Blutstroms zum Gehirn das Auftreten von Schlaganfällen begünstigen.
Grundsätzlich stehen zwei verschiedene Gruppen von antithrombotischen Therapien zur Behandlung von Dissektionen zur Verfügung:

• Azetylsalizylsäure (Aspirin® oder Aspegic®)
• Cumarine (Marcoumar® oder Sintrom®)

Die meisten Patienten mit Dissektionen sind mit Cumarinen behandelt. Dennoch gibt es bisher keine Studien, die das Nutzen-/Risikoverhältnis von Aspirin und Coumarinen Wirkstoffe randomisiert verglichen haben. Randomisiert bedeutet, dass die Patienten zufällig einer der beiden Medikamentengruppen zugeteilt wurden. Die Datenlage ist derzeit uneinheitlich: einige Ergebnisse von nicht-randomisierten Studien deuten auf eine Überlegenheit von Azetylsalizylsäure und andere von Cumarinen hin und wiederum andere zeigten keinen Unterschied. Weiterhin legen vorangegangene Studien nahe, dass ein entzündlicher Prozess in der Arterienwand insbesondere bei der Entstehung von spontanen Dissektionen beteiligt sein könnte, indem dieser die Arterienwand „verletzlich“ macht. Vor diesem Hintergrund ist es bisher unklar, ob eine Therapie mit Azetylsalizylsäure, welche auch eine anti-entzündliche Wirkung haben, einen zusätzlichen Nutzen bei der medikamentösen Therapie von Dissektionen im Vergleich zu Cumarinen, welchen keine antientzündliche Wirkung haben, aufweisen. Die entzündliche Aktivität kann mittels sog. Biomarker im Blut gemessen werden.
   
type of project clinical studies
status completed
start of project 2015
end of project 2018
responsible person Dr. med. Georg Kägi